Drei Männer klettern umständlich auf einem Siegertreppchen hin und her. Jeder will gewinnen und oben stehen, aber keiner zeigt richtigen Einsatz. Am Ende balancieren sie gemeinsam und gekonnt auf der höchsten Stufe…
Im Spiel um Erwartungen, Scheitern und Verweigerung versuchen die Schauspieler*innen in der Szenencollage „rauschen“ die größtmögliche Freiheit und Spontaneität zu entwickeln. In drei Aufführungsrunden erweitern sie stetig ihre theatralen Fähigkeiten und üben sich darin, keine Regeln zu akzeptieren – auch nicht die der klassischen Bühne. Die reale Entscheidung, sich nicht einem Leistungsdruck auszusetzen, wird zu einer Bühnenentscheidung. Die nicht-Erfüllung von Erwartungen wird sowohl inhaltlich als auch formal erlebbar. Das Publikum wird mit seinen eigenen Vorstellungen von Gesellschaftskonformität auf der einen und einem gelungenen Theaterabend auf der anderen Seite konfrontiert.
Nach einer ersten Runde rauschen im Herbst 2017 geht das performative Stück nun in seine Weiterentwicklung. Die 12 Akteur*innen bearbeiten weiterhin die Themen und Formate, bringen eine intensive Dichte und hohe Schlagzahl im Februar auf die Bühne und experimentieren mit Perfektionismus und Wettbewerb, Druck und Erwartungen…