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Kontakt
Blaumeier-Atelier
Travemünder Str. 7A
28219 Bremen
Tel: 0421 - 39 53 40
Fax: 0421 - 396 77 18
email: info(at)blaumeier.de
Kartenhotline 0421 - 83 50 666
Spendenkonto
Inhaber: Blaumeier e.V.
Betreff: Spende für Blaumeier-Projekte
Sparkasse in Bremen
BLZ: 290 501 01
Konto-Nummer 11 88 72 05
Bremische Volksbank
BLZ: 291 900 24
Konto-Nummer 444 888 000
Selbstbestimmung
Der Bremer Senat fasste 1981 den Beschluss, die Bremer Langzeitklinik Kloster Blankenburg aufzulösen. Ziel war der Umzug der Patienten in eigene vier Wände in Bremen. Eine Gruppe von Studierenden und jungen Absolventen der Uni Oldenburg unterstützte die Auflösung, indem sie mit Patienten malte, Masken baute und Theater spielte. In der ersten blauen Karawane 1985 reisten ehemalige Patienten, Ärzte und Studenten durch mehrere Großpsychiatrien, um auf die unhaltbaren Lebensumstände in der Psychiatrie aufmerksam zu machen. Zurück in Bremen trafen sich Künstler und ehemalige Patienten zwei Mal in der Woche zum Malen, Theaterspielen und Kaffeetrinken.
Ateliergründung
1986 stellte die „Initiative zur sozialen Rehabilitation“ einen Teil einer im Hinterhof gelegenen Lagerhalle zur Verfügung, die liebevoll in ein Atelier umgebaut wurde. Jetzt konnte in der ganzen Woche künstlerisch gearbeitet werden. Alle Kurse in Theater, Maskenspiel und Malerei fanden im gleichen Raum statt.
5 Mitarbeiter wurden mit ABM-Stellen finanziert, weitere arbeiteten ehrenamtlich mit – die Geburtsstunde des Blaumeier-Ateliers.
In den folgenden Jahren wuchs die Zahl der Teilnehmer kontinuierlich. Theaterspektakel wie „Schwesterchen, was machst Du?“ und Ausstellungen wurden begeistert von Publikum und Presse aufgenommen. 1991 erhielt das Open-Air-Theaterspektakel „Jakobs Krönung“ in Dublin den internationalen Kulturpreis von EUCREA. Die Theaterstücke avancierten durch die Beteiligung der Maskenspieler, Musiker und Maler zu beeindruckenden Gesamtkunstwerken.
Es wächst und wächst ...
1993 wurde das dank der Unterstützung von Aktion Mensch grundsanierte Ateliergebäude eingeweiht. Die Maler freuten sich über einen ein eigenen Atelierraum, eine eigene Maskenwerkstatt wurde eingerichtet.
Mit der Rockband „The Gummiband“ und dem „Chor Don Bleu“ etablierte sich die Musik als fester Bestandteil des Programmangebots. Mit „Fast Faust“ entstand ein großes, tourneefähiges Theaterstück, das das Publikum in Leipzig, Mainz, Hamburg, Bremen und sogar in London begeisterte.
Autonomie
Mit „Verrückt nach Paris“ eroberte Blaumeier schließlich auch die Kinoleinwand: Drei Schauspieler aus dem Blaumeier-Atelier spielten neben etablierten Filmschauspielern die Hauptrollen. In der Folge kam es immer häufiger zu Gastauftritten von Blaumeier-Schauspielern in Filmproduktionen.
Die Maler stellten u.a. 1998 und 2003 Bilder im Generalkonsulat in New York aus.
Der Maskenbereich veranstaltete insgesamt sechs Mal die „FreiNacht der Masken“: In einem künstlerisch gestalteten Park verzauberten bis zu 300 Maskenspieler aus dem ganzen Bundesgebiet jeweils bis zu 7000 Zuschauer.
Im Theater wurde ein festes Ensemble gegründet: 15 Teilnehmer erfahren eine umfassende Theaterschulung und brachten mit „Carmen“ erstmals eine Oper auf die Bühne.
Raus aus dem Hinterhof
Immer häufiger drohte das Atelier vor Aktivität zu platzen. Es war hinten und vorne zu eng. Probehallen und Ausweichquartiere mußten angemietet werden. Nach zwanzig Jahren im Hinterhof stand eine grundlegende Veränderung an: Die Unterstützung zahlreicher Sponsoren, Stiftungen und privater Spender ermöglichten den Kauf des Ateliergebäudes und der angrenzenden Lagerhalle. An deren Stelle entstand ein barrierefreier Erweiterungsbau mit großem Theatersaal, Café, Bilderlager und Büro.
Mit der Einweihung des Neubaus im Jahr 2007 hat Blaumeier seine Position als Hinterhofprojekt auch nach außen hin sichtbar verlassen. Theaterstücke von Blaumeier finden als Gastspiel am Bremer Theater und an anderen großen Bühnen statt. Im eigenen Theatersaal finden regelmäßig Aufführungen statt. Die Ausstellung „Von Häfen, Schiffen und viel Meer“ wurde im Programm der deutsch-lettischen Kulturtage O!VACIJA in Riga gezeigt. Am künstlerischen Programm nehmen über 200 Menschen mit und ohne Behinderung teil.
Blaumeier: Kunst & Integration!
Mehr als 20 Jahre Blaumeier wurde auch durch die regelmäßige finanzielle Unterstützung von 300 Fördermitgliedern und einer großen Zahl von Spenderinnen und Spendern ermöglicht. Um auch weiterhin integrative Kunst der Öffentlichkeit präsentieren zu können, ist Blaumeier auch in Zukunft auf Ihre Unterstützung angewiesen!




